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Schönheitsreparaturen beim Auszug in Berlin: Was Mieter wirklich müssen

Muss ich beim Auszug in Berlin streichen? Welche Schönheitsreparaturen sind Pflicht, welche Klauseln unwirksam? Unser Ratgeber für eine stressfreie Wohnungsübergabe.

Muss ich beim Auszug streichen? Die Rechtslage in Berlin

Die kurze Antwort: Es kommt auf Ihren Mietvertrag an. Grundsätzlich sind Schönheitsreparaturen laut BGB Sache des Vermieters. In der Praxis übertragen die meisten Berliner Mietverträge diese Pflicht per Klausel auf den Mieter – aber nicht jede Klausel ist wirksam. Der BGH hat starre Fristenregelungen ("alle 3 Jahre Wohnzimmer streichen") für unwirksam erklärt. Steht in Ihrem Vertrag eine solche starre Klausel, müssen Sie gar nichts machen – auch wenn die Hausverwaltung anderes behauptet. Flexible Formulierungen wie "im Allgemeinen" oder "in der Regel" sind dagegen meistens wirksam. Prüfen Sie Ihren Berliner Mietvertrag genau, bevor Sie zum Pinsel greifen.

Was gehört zu Schönheitsreparaturen – und was nicht?

Schönheitsreparaturen umfassen laut Gesetz: Tapezieren und Anstreichen von Wänden und Decken, Streichen von Heizkörpern und Heizungsrohren, Streichen der Innentüren, Fensterrahmen (Innenseite) und Fußleisten. Nicht dazu gehören: Abschleifen und Versiegeln von Parkettböden, Beseitigung von Gebrauchsspuren am Türrahmen, Reparatur defekter Fliesen oder Austausch von Sanitäranlagen. Wichtig: Sie müssen nur in hellen, neutralen Farbtönen streichen – nicht zwingend in Weiß, aber in einem Ton, den ein Nachmieter akzeptieren würde.

Bohrlöcher, Dübel und Kratzer: Was muss beseitigt werden?

Normaler Gebrauch ist erlaubt – dazu zählen Bohrlöcher in üblicher Anzahl, um Regale oder Bilder aufzuhängen. In Berliner Altbauwohnungen mit 3,60 m Deckenhöhe sind Regalwände keine Seltenheit und 20–30 Bohrlöcher durchaus üblich. Übermäßige Bohrlöcher (etwa ein halbes Dutzend pro Fliese im Bad) müssen Sie jedoch fachgerecht verschließen. So geht es: Dübel mit einer Zange herausziehen, Loch mit Spachtelmasse füllen, trocknen lassen, überstreichen. Bei gefliesten Wänden: Fugenmasse in der passenden Farbe verwenden. Tipp: Kaufen Sie Spachtelmasse und Farbe im Berliner Baumarkt – Bauhaus am Halleschen Ufer oder OBI in Schöneberg haben immer die gängigen Alpina-Weiß-Töne vorrätig.

Typische Berliner Hausverwaltungen: Worauf Sie achten müssen

Berliner Hausverwaltungen wie Vonovia, Deutsche Wohnen oder kleinere Verwaltungen wie Becker & Kries haben jeweils eigene Übergabeprotokolle und Erwartungen. Manche bestehen auf professionelle Malerarbeiten, andere akzeptieren saubere Eigenleistung. Unser Erfahrungswert aus hunderten Auszugsrenovierungen in Berlin: Dokumentieren Sie den Zustand bei Einzug (Fotos mit Datum!) und bei Auszug. Lassen Sie sich das Übergabeprotokoll in Kopie geben. Unterschreiben Sie niemals pauschale Mängellisten vor Ort, ohne zu prüfen. Bei Streitigkeiten hilft der Berliner Mieterverein (Mitgliedschaft ca. 9 €/Monat) mit Rechtsberatung – oft reicht ein Anwaltsschreiben, um ungerechtfertigte Kautionseinbehalte zu verhindern.

Kaution retten: So übergeben Sie Ihre Berliner Wohnung richtig

Die Kaution beträgt in Berlin maximal 3 Nettokaltmieten – bei einer 2-Zimmer-Wohnung in Kreuzberg kann das schnell 2.000–3.000 € sein. Um dieses Geld zu schützen, planen Sie die Auszugsrenovierung rechtzeitig: Beginnen Sie 2–3 Wochen vor dem Übergabetermin mit Streicharbeiten und Reparaturen. Erstellen Sie eine Fotodokumentation des gesamten Vorzustands. Streichen Sie alle Wände gleichmäßig in Weiß (nicht nur die Flecken – Farbunterschiede fallen sofort auf). Verschließen Sie alle Bohrlöcher sauber. Reinigen Sie Fenster, Herd und Bad gründlich. Machen Sie die Endabnahme bei Tageslicht – viele Mängel fallen nur bei natürlichem Licht auf.

Selber streichen oder Maler beauftragen?

Eine 60-m²-Wohnung selbst zu streichen kostet an Material ca. 150–250 € (Farbe, Abdeckfolie, Rollen, Kreppband). Der Zeitaufwand liegt bei 2–3 Tagen für Laien. Professionelle Malerarbeiten kosten in Berlin 5–8 €/m² Wandfläche, also etwa 800–1.500 € für eine 60-m²-Wohnung. Der Vorteil beim Profi: gleichmäßiges Ergebnis ohne Ansätze, saubere Kanten und kein Risiko, dass die Hausverwaltung nachbessern lässt – auf Ihre Kosten. Gerade bei Berliner Altbauwohnungen mit Stuck, hohen Decken und schwer erreichbaren Bereichen über Türzargen lohnt sich der Profi fast immer.

Auszugsrenovierung mit Hausmann: Stressfrei die Kaution sichern

Wir renovieren Ihre Berliner Wohnung für die Übergabe – von Streicharbeiten über Bohrlöcher bis zur besenreinen Endreinigung. Unser Team kennt die Anforderungen der großen Berliner Hausverwaltungen und sorgt dafür, dass bei der Abnahme nichts beanstandet wird. Sie erhalten ein verbindliches Angebot, wir erledigen alles an einem Tag, und Sie bekommen Ihre volle Kaution zurück. Jetzt kostenlos anfragen.

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